Every second is a new chance

Meine Diät-Versuche trotz Binge-Eating-Disorder
 
 

Kennzeichen in Kürze

Die Essanfälle sind regelmäßig. Das Essen ist dann außer Kontrolle. Aufhören scheint unmöglich. Maßnahmen, um das Gewicht zu regulieren, werden nicht ergriffen.

 

Anzeichen für die Binge-Eating-Störung

  • Häufige Heißhungeranfälle. Dabei werden große Mengen von Lebensmitteln verzehrt. Manchmal wird aber auch ständig gegessen, die Nahrung kontinuierlich über den Tag verteilt aufgenommen, und es gibt keine festen Mahlzeiten.
  • Zwischen den Essanfällen wird mal sehr restriktiv, dann wieder unkontrolliert gegessen.
  • Fehlende Regelmäßigkeit in der Ernährung.
  • Häufiges Diäthalten und Abbruch von Diäten.
  • Störung der Hunger- und Sättigungswahrnehmung.
  • Geringe körperliche Bewegung und Aktivität.
  • Bewegungsarme Freizeitbeschäftigungen wie Fernsehen und Computer spielen werden bevorzugt.
  • Gefühle (Ärger, Wut, Traurigkeit, Freude) werden verdrängt.

Wenn mehrere Punkte auf Sie zutreffen, ist es sinnvoll, eine Beratungsstelle aufzusuchen. 

 

Mögliche diagnostische Hinweise

  • Die Heißhungeranfälle kommen immer wieder, treten mindestens an zwei Tagen in der Woche über einen Zeitraum von sechs Monaten auf. Nach dem Anfall plagen Schuldgefühle und Selbstvorwürfe das bereits angekratzte Selbstbewusstsein.
  • Die Anfälle werden als zwanghaft und hemmungslos erlebt.
  • Die Essanfälle haben mindestens drei der folgenden Merkmale: übermäßig schnelles Essen, Essen, bis das Völlegefühl unangenehm wird; Essen großer Nahrungsmengen, ohne körperlich hungrig zu sein; allein essen aus Scham oder Ekel, depressive Verstimmungen und große Schuldgefühle nach dem Essen.
  • Die Essanfälle werden nicht rückgängig gemacht. Es wird nach dem Anfall nicht erbrochen, gehungert oder extrem Sport getrieben.

 

Quelle: http://www.bzga-essstoerungen.de/index.php?id=90